Soziale Phobie

Posted by admin | Allgemein | Mittwoch 30 März 2011 14:13

Hinderniss soziale Phobie

Jeder hat es schon einmal erlebt: Da möchte man gerne jemanden ansprechen, aber man ist einfach zu schüchtern.
Dieses Gefühl plagt einen ungemein. Man würde gerne diesen Schritt gehen, doch man kann einfach nicht.
So ähnlich, aber auch nur so ähnlich ergeht es einem Menschen, der unter sozialer Phobie leidet.
Eigentlich kann man die soziale Phobie nicht mit Schüchternheit gleichsetzen, aber dennoch hilft einem dieser Vergleich zu verstehen, wie sich ein Mensch fühlt, der unter sozialer Phobie leidet.
Dieses Gefühl, welches einen bei der Schüchternheit plagt, äußert sich bei der sozialen Phobie um ein vielfaches stärker. Man hat nicht nur einfach Hemmungen, sondern regelrechte Ängste.
Wie der Name Phobie schon signalisiert, hat ein Mensch, der daran erkrankt ist, schlichtweg Angst vor sozialen Kontakten.
Die soziale Phobie kann sich in unterschiedlichster Weise und Intensität äußern.
Eventuell hat der Patient Angst auf andere Menschen zuzugehen, oder er kann sich nicht in Menschenmengen aufhalten. Diese Angst liegt darin begründet, dass der Erkrankte Angst hat sich zu blamieren, die Erwartungen anderer nicht zu erfüllen oder auf Ablehnung zu stoßen.
Die soziale Phobie wird oft von äußerlichen Symptomen begleitet. Werden diese Menschen mit ihrer Angst konfrontiert, so können sie Erröten, Zittern oder Schwitzen. Auch Herzrasen, Schwindelgefühle, Atemnot, Verkrampfung, häufige Versprecher,verfremdete Wahrnehmung von Umwelt und anderen Personen, Beklemmungsgefühle in der Brust, Kopf- und Magenschmerzen, bis hin zu Durchfall, Übelkeit und Erbrechen oder Panikgefühle können diesen Patienten plagen.
Wie man anhand dieser Beispiele zweifellos erkennen kann, stellt die soziale Phobie tatsächlich ein starkes Hindernis bei der Bildung sozialer Kontakte dar. Dies führt nicht nur zu Problemen im privaten sondern auch im beruflichen Leben. Durch dieses ausweichende Verhalten ist durchaus auch eine vollkommene soziale Isolation nicht ausgeschlossen.
Darüber hinaus geht allerdings die soziale Phobie meist noch mit Depressionen und Alkohol-, Drogen und/oder Tablettenabhängigkeiten einher.
Schätzungsweise leiden zwischen 2 und 8% der Bevölkerung unter sozialer Phobie. Laut neueren Studien sollen in Deutschland sogar 10% betroffen sein.
Allerdings ist es wegen der unterschiedlichen Ausprägungsformen und der ungenauen Differenzierungsmöglichkeiten von Schüchternheit und sozialer Phobie, nicht möglich genaue Zahlen zu bestimmen.
Darüber hinaus muss auch zwischen sozialer Phobie und sozialen Defiziten unterschieden werden, wenngleich eine soziale Phobie aus sozialen Defiziten entstehen kann, oder aber auch genau anders herum.
Im übrigen ist es durchaus interessant zu erwähnen, dass durchschnittlich etwa 11% der Männer und 15% der Frauen im Laufe ihres Lebens an sozialer Phobie erkranken.
Wie aus den angegebenen Zahlen entnommen werden kann, handelt es sich hierbei um keine seltene Erkrankung, die immerhin etwa 800.000 Deutsche betrifft.